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Studio oder Atelier

Begriffe rufen Assoziationen hervor. Meine Bilder tun das auch. Sie erzählen Geschichten. Sie leben von Licht und Schatten, von Stimmungen und Emotionen. In einem steril und sachlich wirkenden Fotostudio sind solche Aufnahmen nicht machbar. Allerdings in einem Atelier!

Was unterscheidet Ateliers von Fotostudios?

Ein sachlicher Begriff wie „Fotostudio“ für den Wohlfühlraum, in dem meine Boudoirfotos entstehen, klingt mir zu nüchtern. Er klingt nach fotografischer Technik, nach räumlicher Sterilität, Arbeitsatmosphäre und akribischer Ordnung. Tatsächlich hat der Beruf des Fotografen einiges mit solchen Assoziationen zu tun. Für jeden Fotografen ist es unerlässlich, sein technisches Equipment, ein paar Requisiten und zusätzliches Handwerkszeug parat und in Ordnung zu haben. Aber eben nicht nur. Der technische Aspekt meines Berufes läuft für mich eher nebenbei.

Ich arbeite gefühlt lieber in einem Atelier. Dieser Begriff beschreibt für mich einen ganz anderen Raumcharakter. Atelierräume klingen nach Helligkeit und Freundlichkeit, nach Kreativität und dem Vorhandensein von Inspirationsquellen. Sie klingen nach räumlicher Weite, einer gewissen Wohnlichkeit und einem künstlerischen Anspruch. Das beschreibt mich als Boudoirfotograf sehr viel eher. Boudoirfotos verlangen nach einer Stimmung, die nach meinem Gefühl in einem konventionellen Fotostudio nicht gegeben ist.

Atelier Boudoirfotograf Bild aus einem Workshop
Fotos aus meinem Atelier

Der feine Unterschied macht’s

Traditionell arbeiten Fotografen in Studios, während Maler oder Bildhauer sich Atelierräume zulegen. Bei beiden Räumlichkeiten geht es um ungestörtes Arbeiten in einer geeigneten Umgebung. Der Arbeitsort von Künstlern beider Genres soll sowohl zweckdienlich sein, als auch der Inspiration dienen. Für mich ist der Begriff Atelierraum am besten mit „Künstlerwerkstatt“ übersetzt. Dieser Begriff drückt die handwerkliche Seite ebenso aus, wie den künstlerischen Aspekt. Künstler-Ateliers sind in den seltensten Fällen nüchtern und sachlich. Sie verkörpern eher spannende Eindrücke zwischen Wohnlichkeit und kreativem Chaos.

Der Charakter eines Künstlers spiegelt sich oft in der Atelier-Einrichtung wider. Vielfach dienen Künstler-Ateliers auch der Selbstinszenierung. Im Fall der Boudoirfotografie geht es aber mehr um die entspannte Inszenierung der Personen, die ich in meinen Räumen stimmungsvoll ins Bild setzen möchte. Dazu muss trotz aller räumlichen Zweckdienlichkeit, die ich bewusst etwas in den Hintergrund verschiebe, eine gewisse Intimität und Leichtigkeit spürbar werden. Wer mein Fotoatelier betritt, soll sich darin nicht verloren, sondern neugierig, unbefangen und vertrauensvoll fühlen.

Die Räumlichkeit macht für mich den Unterschied

Ein Studio kann vieles sein – zum Beispiel ein Rundfunkstudio, ein Filmstudio oder ein Fitness-Studio. Ein Atelier widmet sich nur einem Anliegen mit Hingabe: dem künstlerischen Anspruch, dass beste Ergebnis zu erzielen. In meinem Fall in der Kunst des Aktfotos und der Boudoirfotografie. Stell Dir einmal bildlich ein sachliches Studio vor. In diesem soll jemand auf einem kahlen Holzsockel verschiedene Posen einnehmen, während ich mit fotografischen Equipment hantiere. Keiner meiner Auftraggeber würde in diesem Ambiente Lust auf das fotografiert werden verspüren.

In meinem Atelier vergeht jede Befangenheit im Nu. Sie tauscht sich gegen entspannte Neugier und zunehmende Unbefangenheit aus. Daran hat meine Persönlichkeit ebenso viel Anteil wie die Atmosphäre, in der wir uns bewegen. Boudoirfotografie lebt – ebenso wie Aktfotos – neben Licht und Schatten-Effekten und einem ansprechenden Hintergrund vor allem von Entspanntheit. Mein Arbeitsumfeld ermöglicht Dir eine gewisse Selbstbezogenheit. Er hat eine variable Einrichtung, die Schönheit und Ästhetik verkörpert.

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